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Was ist ein Child-Theme für WordPress – die Basics!

Irene Wolk, WordPress-Fee bei KREATIV IM WEB

14. Februar 2017

In den letzten beiden Blogbeiträgen ging es um die Themes, mit denen bei WordPress das Design einer Website umgesetzt wird. Ich habe dir erklärt, warum man überhaupt ein Theme braucht und man die Inhalte vom Design trennt. Im letzten Beitrag habe ich dir auch einige Möglichkeiten gezeigt, wo du ein Theme herbekommst und wie du es in dein Dashboard hochlädst.

Vielleicht hast du den Begriff Child-Theme im Zusammenhang mit WordPress schon mal gehört, aber konntest nicht so richtig etwas damit anfangen? Dann ist dieser Beitrag für dich.

Heute gehen wir den folgenden drei Fragen auf den Grund:

  1. Was ist ein Child-Theme
  2. Warum sollte man ein Child-Theme benutzen
  3. Wie erstellt man ein Child-Theme

Was ist ein Child-Theme?

Sicher weißt du, dass Child das englische Wort für Kind ist. Bei WordPress sprechen wir in diesem Zusammenhang dann auch vom Parent-Theme – was also frei übersetzt Eltern- oder Mutter-Theme bedeutet. Da wir wissen, dass unser Theme für die Gestaltung unserer Website verantwortlich ist, dann folgt daraus, dass ein Child-Theme so etwas die kleinere Version des Parent-Themes sein muss. Und da Mutter bzw. Eltern und Kind immer schön zusammengehören, kann ein Child-Theme auch nie alleine existieren. Es braucht also das Parent-Theme, um seine Aufgabe zu erfüllen.

Wie sieht das nun in der Praxis aus?

Das Theme, mit dem du deine Website gestalten willst, wird ganz klassisch installiert. Das Child-Theme, das für diese Zwecke erst erstellt werden muss, wird ebenso installiert bzw. hochgeladen.

Unter Design/Themes findest du nun zwei Themes – das Child-Theme und das Eltern-Theme. Beide müssen vorhanden sein – aktiviert wird jedoch nur das Child-Theme.

„Ich arbeite immer mit Child-Themes. Sie erleichtern die Arbeit enorm.“
– Irene Wolk –

Warum tut man das?

Kaum eine Website kommt ohne individuelle Anpassungen aus, jedenfalls nicht, wenn du ganz eigene Wünsche an dein Design hast. Würdest du diese Änderungen direkt in deinem Eltern-Theme machen, würden diese bei einem Update immer wieder überschrieben. D.h. du würdest bei jedem Update wieder von vorne beginnen oder müsstest dir jedes Mal die bearbeiteten Dateien speichern und dann ersetzen. Da dies auf Dauern mühsam ist, wurden die Child-Themes entwickelt. Hier hast du die Möglichkeit, jede gewünschte Änderung zu verwirklichen, ohne dabei das Haupt-Theme zu verändern. Das Child-Theme holt sich alle Information vom Eltern-Theme, setzt aber die eingesetzten Änderungen direkt um. Damit muss man nie wieder die mühsamen Anpassungen nach einem Update des Eltern-Themes machen.

Aber ein Child-Theme hat noch mehr Vorteile. Wenn du Anfänger bist und dich mit der Theme-Anpassung erst noch ausprobieren willst, kannst du das mit einem Child-Theme gefahrlos tun. Das Eltern-Theme wird ja von deinen Änderungen nicht berührt – du kannst also nichts kaputt machen!

Es gibt einen großen Markt für Child-Themes

Mittlerweile gibt es auch einen Markt für Child-Themes. Gerade für das Divi-Theme, mit dem ich aktuell häufig arbeite, gibt es Entwickler, die sich auf die Entwicklung von Child-Themes speziell für dieses Theme konzentrieren. Damit können auch Leute ein schönes Design erwerben, wenn sie  ein nicht alltägliches Design haben und nicht selbst in die Entwicklung einsteigen wollen. Denn eines muss auch klar sein – auch ein Child-Theme zu erstellen kann dich sehr viel Zeit kosten – immer abhängig davon, wie groß deine Änderungs- und Anpassungswünsche sind.

Child-Theme für WordPress

Ein Child-Theme für WordPress

Wie erstellt man ein WordPress-Child-Theme?

Ein Child-Theme zu erstellen ist gar nicht so schwer. Es mit den entsprechenden Inhalten zu füllen, sprich dein Design deinen Wünschen gemäß abzupassen, ist da schon deutlich anspruchsvoller.

Es gibt mittlerweile schon Child-Theme-Generatoren im Web, die nehmen dir die Arbeit ab und erstellen mit einigen Angaben von dir ein Child-Theme. Ich möchte dir hier aber noch den klassischen Weg zeigen, damit du es zur Not auch von Hand erstellen kannst.

OK, wie gehen wir also vor, wenn wir ein Child-Theme erstellen wollen? Wir brauchen insgesamt 3 Dateien, die wir erstellen müssen, damit unser Child-Theme funktioniert. Diese müssen sich alle in einem Ordner befinden. Du kannst alle Dateien zunächst offline auf deinem Rechner vorbereiten und später dann per FTP hochladen.

  1. Erstelle dir einen Ordner und benenne ihn aussagekräftig und am besten so, dass man weiß, dass es das Child-Theme ist. Also wenn es das Child-Theme für das DIVI wäre, würde ich es z.B. divi-child nennen. Wichtig ist, dass dein Ordnername keine Leerzeichen hat.
  2. Erstelle mit einem Texeditor – z.B. Notepad++ eine leere Datei und speichere sie unter dem Namen „style.css“in den eben erstellen Ordner.
  3. Erstelle noch eine weitere leere Datei und speichere diese unter dem Namen „functions.php“ in deinem Ordner
  4. Kopiere dir aus dem Parent-Theme-Ordner die Datei „screenshot.jpg“ in deinen eben erstellen Ordner. Wenn du fit in Bildbearbeitung bist, kannst du diese Datei noch bearbeiten, indem du z.B. Child-Theme drauf schreibst oder die URL deiner Website. Du kannst auch eine eigene Datei erstellen in den Abmessungen 880 x 660 pixel und dort deiner Kreativität freien Lauf lassen. Dieses Vorschaubild wird später im Dashboard dein Child-Theme anzeigen.
Dein Child-Theme

Zum Child-Theme gehört immer ein Parent-Theme

Jetzt hast du es fast geschafft!

Du hast jetzt also einen Ordner erstellt mit drei Dateien. Zwei davon müssen bearbeitet werden.

  1. Die Style.css

Das ist mal ein Beispiel von einem meiner Child-Themes. Acht auf jeden Fall darauf, dann du keine Umlaute benutzt. Erforderlich sind nur die Angaben zum Theme-Namen und dem Template, alle anderen Angaben sind lediglich Ergänzungen, die das Child-Theme näher beschreiben. Ersetzte also einfach die Angaben durch deine eigenen.

 

 

Als nächstes muss noch die functions.php angepasst werden. Hier trägst du den folgenden Code ein:

<?php add_action( 'wp_enqueue_scripts', 'theme_enqueue_styles' ); function theme_enqueue_styles() { wp_enqueue_style( 'parent-style', get_template_directory_uri() . '/style.css' ); }

Speichern nicht vergessen!

Jetzt musst du deinen Ordner nur noch hochladen. Ich mache das mit einem FTP-Programm und habe bereits in diesem Blogbeitrag darüber geschrieben. Der Ordner gehört in das folgende Verzeichnis:

wp-content/themes/

Danach kannst du dein Child-Theme aktivieren. Denke daran, dass das Parent-Theme ebenso installiert sein muss. Im Dashboard findest du nun sowohl Eltern- als auch Child-Theme. Aktiviere das Child-Theme und du wirst sehen, du hast alle Funktionen, die auch das Eltern-Theme liefert. Danach kannst du mit deinen persönlichen Anpassungen loslegen.

Aber das ist nur der Anfang!

Du kannst später auch jede andere Datei aus dem Parent-Theme anpassen bzw. deinem Child-Theme hinzufügen. Aber das wäre dann ein Thema für einen neuen Blogbeitrag.

Du hast keine Zeit oder keine Lust, dein eigenes Child-Theme zu erstellen und arbeitest mit dem DIVI-Theme von Elegantthemes?

Dann nutze doch mein Child-Theme – ich schenke es dir. Es hat noch eine Besonderheit, denn es erleichtert dir die Anpassung der Footer-Links und bietet dir die Möglichkeit, den Login-Bereich individuell zu gestalten. Diesen Editor habe ich von Divi-Space, die ihn derzeit leider nicht mehr anbieten. Ich wünsche dir viel Spaß damit.

 

Dipl.Ing. Irene Wolk

Dipl.Ing. Irene Wolk

Kreativ im Web

Hallo, ich bin Irene Wolk. Früher habe ich Häuser gebaut, jetzt baue und betreue ich Websites, produziere Erklär-Videos und zeige dir in Videokursen, wie du deine Website auch selbst bauen kannst. 

Dieser Blog steht unter dem Motto Ich liebe WordPress – und Du? Ich habe beim Erlernen von WordPress so viele Erfahrungen sammeln können, die ich heute gerne an Menschen weiter gebe, die Unterstützung beim Aufbau ihres Blogs suchen.

Es fällt mir leicht, mein Wissen mit einfachen Worten und zugleich mit Spaß zu vermitteln und ich kann auch über mich selbst lachen, wenn mir dabei mal ein Fehler unterläuft. Mich begeistern Menschen, die sich wie ich die Freude am Lernen erhalten haben. Genau mit diesen Menschen möchte ich zusammen arbeiten.

 

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